Heute nicht! Das war mein Strohhalm

Schauspielerin Muriel Baumeister:

„Heute nicht! Das war mein Strohhalm“

„Ich bin eine von euch. Ihr seid Teil von mir“, sagte sie am Ende des Interviews mit der TrokkenPresse. Schauspielerin Muriel Baumeister* bekennt sich heute öffentlich zu ihrer Alkoholsucht. Bis hierhin war es ein langer, schwieriger Weg. Ohne Promi-Bonus. Davon erzählt sie auch in ihrem Buch, das vor kurzem erschienen ist: „Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben.“ (s. Rezension S. 31). Sie will Betroffenen Mut machen, indem sie ihre Erfahrungen weitergibt. Deshalb war sie auch bereit zu diesem Telefon-Interview.

Baumeister: Danke für euer Interesse, es freut mich! Je öfter ich sage, ich bin Alkoholikerin – und es war für mich ein großer Schritt, das schwarz auf weiß geschrieben zu sehen – werd ich langsam stolz darauf. Das ist ein schönes Gefühl, auf diese Entwicklung stolz sein zu dürfen.

Das hat sehr lang gedauert, laut Ihrem Buch, sich das einzugestehen?
Überhaupt überlegen zu können, dass das vielleicht so sein könnte, das war ja schon ein ganz, ganz schwieriger Prozess.

Schwere Panikattacken haben letztendlich diese Erkenntnis ausgelöst?
Sie waren der auslösende Moment, um zu begreifen, dass ich mich entscheiden muss. Und ich hatte nicht eine Panikattacke, sondern täglich mindestens eine: nachts, morgens. Dazu jeden Morgen kotzen. Dazu nicht mehr wissen, was man wem erzählt hat, welche Lüge wo weiter zu stricken ist. Wahnsinn, Wahnsinn!

Sie hatten …
Wollen wir nicht Du sagen? Ich bin Muriel.

Sehr gerne! Du hattest bis dahin aber schon ein paar Mal versucht, aufzuhören?
Ja …

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